Coronatheater 1
- TZ

- 31. Dez. 2020
- 10 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. März

19. Dezember 2020
Heute wollte ich spazieren gehen, es war sonnig, doch nicht mehr irgendwo hinfahren dafür. So traf es sich, dass heute zu einem Spaziergang mit Grundgesetz eingeladen wurde von Anselm Lenz, ehemaligem Journalisten der TAZ, nun Herausgeber der Zeitung Demokratischer Widerstand. Er war es, der sich als erster im März, als der erste Lockdown über uns kam, auf den Rosa-Luxemburgplatz stellte und Kopien des Grundgesetztes verschenkte. Die Polizei kam und konfiszierte die Kiste mit den Grundgesetzbüchlein. Der Rest ist Geschichte. Die "Hygienedemos" starteten mit hunderten besorgten Bürgern aus Mitte, inklusive mir, das Polizeiaufgebot, die Absperrungen und die willkürlichen Festnahmen wuchsen von Woche zu Woche, ebenso wie der Versuch der Regierung und Presse alle Menschen dort von Anfang an in eine rechte Schmuddelecke zu stellen. Irgendwann wurde es unmöglich dort an der Volksbühne weiter zu machen, die Demonstrationen verlagerten sich an ander Orte der Stadt.
Nun, knapp 9 Monate später war ich gespannt, was ich diesmal für eine Inszenierung erleben würde auf der Freilichtbühne vor der Volksbühne, diesem ehrwürdigen Ort der Demokratischen Bewegungen des Landes schon 100 Jahre zuvor.
Ich wurde an Absurdität nicht enttäuscht.
Als ich ankam um ca. 14.45 waren sage und schreibe 25 "Wannen" , also Polizeimannschaftswagen um den Platz herum verteilt, zwei Lastwagen mit den polizeilichen Metallabsperrungen standen bereit. Die Wiese und die Volksbühne selber waren mit Flatterband abgegrenzt, dutzende Polizisten standen und schlenderten rum und "bewachten" eine kümmerliche "Veranstaltung" der Antifa, die für 150 Personen angemeldet war, es waren allerdings genau 15 schwarzvermummte Männlein, die da rumstanden, eine kleiner Tisch mit Mikrofon und Soundanlage und Antifabanner war auf den Stufen vor dem Eingang der Volksbühne aufgebaut, sowie Banner mit dem Wort "Queerdenken" bedruckt, ein anderes "Impfen ist Liebe"
Ein Typ spielte punkige Musikbrocken ein, einer anderer mit Plüschkrokodilkopfbedeckung ätzte pubertär ins Mikrofon : " Ja wo seid ihr denn alle, ihr Querdenker, ja Anselm, wo ist denn dein demokratischer Widerstand, hä? Wo sind denn die ganzen Schwurbler? Und ja ojeeeee, wir leben in einer Diktatur, ich merks schon... blabla...Und ja klaaaar, wir sind gekauft, ich hab mir schon einen Ferrari gekauft von dem Geld, dass ich vom Staat bekommen habe"..( es bezog sich wohl darauf, dass vermutet wird, dass die Aktuere sogenannter Antifa-Gegendemonstationen bezahlt sind, um bewusst als Agents Provocateurs die Querdenken- und andern regierungskritische Maßnahmen zu stören)
Es waren tatsächlich wenig Grundgesetzspaziergänger zu sehen, eine Gruppe von ca. 30 Leuten bog eben ab Richtung Torstrasse, als ich dazu kam, andere wurden sowieso von den an allen Ecken positionierten Polizisten abgefangen und wieder weggesschickt, der Platz sei heute gesperrt.
Das Ganze war zu dem Zeitpunkt zwar bizarr aber entbehrte nicht einer gewissen Komik zu erleben, wieviel Angst die Regierung anscheinend vor einem zwei Tage vorher spontan einberaumten "Spaziergang demokratischer Bürger" hat, dass sie soviel Polizei schickt, den Platz komplett abriegelt und als Alibi für das Aufgebot eine Antifa-Demo installiert wird auf den Treppen der Volksbühne, wo dann natürlich von der Polizei sichergestellt werden muss, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden. Allerdings war jedem, der etwas in der Materie bewandert ist klar, dass das Aufgebot da war um eventuelle regierungskritische Spaziergänger daran zu hindern sich zu versammeln.

Ich stand da, auf dem Bürgersteig vor der Wiese, schaute mit das Spektakel an und telefonierte, als drei anfang-zwanzigjährige Polizeischränke auf mich zu kamen "Gehen Sie jetzt bitte weiter, Sie können hier nicht stehen!" Ich so: " Wie bitte? Ich stehe hier und telefoniere"
"Sie müssen in Bewegung bleiben!"
"Wieso das denn? Ich stehe hier auf öffentlichem Platz, ich wohne hier um die Ecke, ich stehe hier immer schon wann und wo ich möchte!"
" Sie dürfen die Wohnung noch verlassen. Aber sie brauchen einen triftigen Grund!"
Ich dachte ich höre nicht recht " Was, wir haben doch keine Ausgangssperre in Berlin! Ausserdem habe ich viele triftige Gründe. Spazierengehen, an der frischen Luft sein, Vitamin D und so."
Verständnisloses genervtes Brummen der Jungschen in Uniform. "Und ausserdem müssen Sie mir beweisen, dass ich keinen triftigen Grund habe, nicht umgekehrt!" Ich bin schliesslich dank Klagepaten und Anwälten für Aufklärung etwas über die Rechtslage informiert. Da schaltete sich ein weiterer Schrank ein, ein paar Jahre älter, "Wir haben jetzt lange genug mit Ihnen diskutiert, wir haben noch etwas anderes zu tun!" "Ja dann lassen Sie mich doch einfach in Ruhe und lassen mich hier telefonieren, ich kann rumstehen wo ich will. Sie müssen mir nachweisen, dass ich das nicht darf." Dann kam halt die Drohung "Also, wenn Sie jetzt nicht sofort hier weggehen, dann nehmen wir Sie mit und sie bekommen eine Platzverweis!"
Puh, Was? "Ok, nur mal so aus Interesse- hier darf ich nicht stehen, aber dort" - ich zeigte auf das ca. 1.5 m entfernte Flatterband zu Wiese hin - "wenn ich mich 2 m weiter dahin stelle hinter das Band, dann darf ich da stehen!?" "Ja, so ist es."
So wurde ich also von der Polizei genötigt, Antifa- Demonstrantin zu werden. In 2020 passieren die komischsten Dinge.
Aber die Antifanten brauchten eh noch etwas Verstärkung und ich hatte auf einen Platz in der ersten Reihe des Coronafreilichtheaters.

Auf einmal gab es hinten vor dem Babylon Kino ein Gerangel, ich bekam erst nicht mit was los war, hörte aber vorne den Krokodilkopf plötzlich ätzen " Ohhhh, Anselm, ojee, tuts weeeh??? Ohhh, das tut uns jetzt aber leid, dass du wieder festgnommen wirst, och komm, schrei doch nicht sooo, Ojee, du armer, wo sind denn all deine Freunde....??"
Und ich sah wie Anselm Lenz gebückt und stolpernd von vier Polizisten brutal mit den Ellenbogen auf dem Nacken über de Strasse geschleift wurde und in einen Einsatzwagen bugsiert wurde.
Ich fragte den Polizisten davor "Was hat der Mann verbrochen??"
"Er ist ein Anführer oder so, und er hat die Veranstaltung gestört!" Ich sagte, das stimmt doch gar nicht, ich war doch die ganze Zeit hier, er hat nicht gestört, er war ja nicht mal zu sehen!" "Ja ich weiss auch nicht genau" sagt der Polizist dann halt, ja man muss heutzutage nicht mehr wissen, warum jemand festgenommen wird.
Die unreife verbale Hetze gegen "die Querschwurbler" im allgemeinen zuvor war schon schwer zu ertragen, was das Niveau angeht - ist es nicht Notwendigkeit einer Demonstation, dass irgendwie eine wenigstens eine erwachsene vernünftige Rede zur eigenen politischen und inhaltlichen Ausrichtung abgeliefert werden muss? Anscheinend reicht heute aggressiver Zynismus und Lästerei und Pausenhofgequake gegen den "Feind" - aber wenn dieser Zynismus dann im Angesicht einer gewalttätigen Festnahme eines Menschen noch persönlich intensiviert wird, und dieser in dem Moment offensichtlich leidende Mensch per Mikrofon mit schadenfreudiger, empathiloser Häme überschüttet wird, dann sind wir meines Erachtens an einem sehr bedenklichen Tiefstand des menschlichen und gesellschaftlichen Miteinanders angekommen.
Später ging ich noch am Alexanderplatz vorbei, wo seit 9 Wochen jeden Samstag die Querdenken 30 Gruppe eine Aufklärungsveranstaltung abhält. Welch Wohltat diesen Menschen zuzuhören nach dem unterirdischer hasserfüllten Polemik an der Volksbühne.
Auch hier Polizei überall, Flatterband, ca 80 Menschen innerhalb desselben mit Abstand in der Dezemberkälte stehend aber voller Freundlichkeit und viele Zaungäste. Und Polizeimaßnahmenabsurdistanfortsetzung. Einer der Versammlungsleiter bekam eine Ordnungswidrigkeit angedroht, weil er jemanden mit einer Umarmung begrüsst hatte. Ein anderer Man wurde festgenommen und brutal zu Boden gerungen, weil er keine Maske trug. Der dritte war sichtlich verstört, da er festgenommen wurde, weil er filmte, wie seine Frau, die Veranstaltungsleiterin, mit der Polizei sprach, da diese auf einmal ihr Maskenbefreiungsattest nicht mehr akzeptieren wollten. Sie wurde mitgenommen, keiner wusste zu dem Zeitpunkt wo sie war.
Dieser Brief von ihr kam ein paar Tage später über den Rundbrief des Demokratischen Widerstandes:
Zunächsst fand ich die Wortwahl "folterartige Festnahmen" und ultrafaschistoid" in der Einleitung doch wohl etwas überzogen, nach Lesen des Briefes jedoch muss ich zugeben, dass es angemessene Adjektive sind für das, was hier im sogenannten demokratischen Deutschland unter Ausschluss der Öffentlichkeit passiert. 1984 2.0.
"
Rundbrief 158: Protestverlagerung Sehr geehrte Damen und Herren, kurz nach dem Grundgesetzdauerlauf auf dem Rosa-Luxemburg-Platz fand gestern die Grundrechte-Demo auf dem Alexanderplatz statt (wie jeden Samstag). Vor Beginn fand dort wieder eine terroristische, folterartige Festnahme durch das ultrafaschistische Corona-Regime statt. Die morgigen Protestmärsche sollen deshalb, wie wir hören, bei den politisch verantwortlichen Tyrannen stattfinden. Monica Felgendreher von der Demokratiebewegung Querdenken schrieb zum Terrorvorfall Alexanderplatz dies: »Samstag 19.12.2020, Festnahme auf dem Alexanderplatz, Berlin. Seit September führe ich in Berlin als Versammlungsleiterin angemeldete Proteste für unser Grundgesetz durch, für den sofortigen Stopp der unverhältnismäßigen Coronamaßnahmen der Regierung, für Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung und Demokratie: Am 11.9., 18.9., 3.10. am Großen Stern an der Siegessäule.Am 9.10., 16.10., 22.10. in der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße.Am 31.10., 4.11., 14.11. ,21.11., 28.11., 5.12., 12.12. auf dem Alexanderplatz. Stets verliefen die Versammlungen absolut friedlich, es gab keinerlei Vorkommnisse, keine Störungen, nie kam es zu einer Auflösung seitens der Polizei.Da bei Demonstrationen auf dem Alexanderplatz bereits massive Polizeigewalt herrschte, eine generelle Maskenpflicht auf dem Platz eingeführt wurde, Abfertigungsgassen zur Kontrolle der Atteste eingerichtet wurden, um erkennungsdienstliche Maßnahmen durchzuführen, haben wir ein strenges Hygienekonzept angeboten, um die Polizeibeamten zu entspannen. Die gesamte Demonstrationsfläche wurde mit Flatterband markiert, um einen guten Überblick über die Teilnehmerzahl und deren Abstände zu ermöglichen, auf der Bodenfläche wurden mit Kreide Quadrate aufgezeichnet, für jeden angemeldeten Teilnehmer eine Einzelfläche von 1,5 x 1,5 m. (200 Felder). Das Sichtbarmachen der Auflagen diente aber auch zur eigenen Dokumentation, welche Maßnahmen im Jahr 2020 abverlangt werden, damit eine Demonstration nicht aufgelöst wird. Bei jeder Versammlung wurde vorab mein ärztliches Attest kontrolliert und genehmigt, dass ich ohne Maske die Versammlung durchführen darf. Am 19.12. beabsichtigte ich, meine 8. Versammlung auf dem Alexanderplatz durchzuführen. Dieses Mal wurde mein Attest mit Originalstempel und Originalunterschrift einbehalten mit dem Vorwurf, es würde sich um eine Fälschung handeln. Die Begründung »aus medizinischen Gründen« sei verdächtig und gelte laut den jüngsten Verordnungen nicht mehr. Wie genau der Wortlaut sei, wo das stünde, ob man mir das digital oder in schriftlicher Form zeigen könne, wurde nicht beantwortet.Ich habe meinem zuständigen Verbindungsmann Herrn M. (vollständiger Name bekannt) und dem Beamten Nr. 63954 sachlich und ausführlich unter Anwesenheit von den Zeugen Herrn Christian Reuter und Herrn Rainer Kunze erklärt, dass mein Attest seit September 2020 als Versammlungsleiterin von insgesamt 13 Demonstrationen immer als gültig anerkannt wurde und den Grund für das ärztliche Attest erläutert: Mein 9–jähriger Sohn ist an einem Gehirntumor erkrankt, im letztendlichen Todeskampf mit Schaum vor dem Mund erstickt.Dem diensthabenden Beamten haben diese beiden Gründe nicht ausgereicht.Der Verdacht auf Betrug blieb aufrecht erhalten. Anschließend folgte ein Gespräch mit dem Polizeiführer des Gesamteinsatzes Herrn R. mit der Dienstnr. 00806. Auch ihm erklärte ich im Beisein von meinen o.g. Zeugen, dass mein Attest seit Monaten und nun bereits 7 Wochen in Folge auf dem Alexanderplatz sachgerecht von seinen Kollegen kontrolliert und stets akzeptiert wurde. Ich fragte ihn, ob er sich nicht telefonisch bei seinen Kollegen erkundigen könne. Dies verneinte er.Mir wurde von den Beamten eine Strafe und ein Platzverweis angedroht, sollte ich keine Maske aufsetzen. Wir einigten uns in Anwesenheit des Beamten Herrn M., Herrn L. vom Abschnitt 57, der uns bereits von vergangenen Versammlungen kannte und Herrn R. (00806) darauf, dass ich die Versammlung durchführen darf, wenn ich während der Versammlung Mund und Nase mit meinem Schal bedecke.Ich folgte den Anweisungen, drehte mich um und wollte zur Versammlungsfläche zurückgehen. Da stellte sich mir eine Polizeibeamtin in den Weg (Rückennummer 11224, abrasierte, graue Seitenhaare, Deckhaar zum Zopf gebunden – Foto ist vorhanden) um mich zu belehren, wie ich den Schal korrekt in meinem Gesicht zu tragen habe. Ich wies sie darauf hin, dass mein Verbindungsmann Herr M., der neben mir stand, mich während der Versammlung jederzeit erinnern und ermahnen dürfe, sollte mein Schal nicht ordnungsgemäß sitzen. Ich teilte ihr auch mit, dass soeben alle Auflagen bereits mit ihren höherrangigen Dienstkollegen besprochen und abgesegnet wurden, ob sie das nicht mitbekommen habe, sie stand ja direkt hinter mir. Ich bat sie, mich bitte endlich mit den Vorbereitungen der Versammlung fortfahren zu lassen. Daraufhin sprang sie plötzlich und ohne Vorwarnung auf mich zu und rief: »So, Schluß jetzt, wir nehmen sie in Gewahrsam!« Reflexartig hob ich meine Hände und rief: »Nein, lassen sie mich!« Die Beamtin und 2 weitere Kollegen packten mich und schmissen mich in einen Transporter. Zeugen des Vorgangs sind Herr Rainer Kunze und Herr Dietmar Lucas. Die Beamten Herr M., Herr R. und Herr L., die sich in unmittelbarer Nähe befanden, schritten nicht ein. Zwei Beamtinnen kamen mit in den Transporter rein, die Tür wurde von außen zugeschoben, die Beamtin mit den abrasierten Schläfen boxte mich in den Oberkörper und gemeinsam drückten sie mich dann mit massiver Gewalt in die kleine Zelle, die höchstens 0,50 x 0,50 cm Fläche maß. Ich weinte und flehte sie an, dass ich Platzangst habe und Panik bekomme. Sie reagierten nicht darauf. Meine Frage, wohin ich gebracht werden solle, wurde mir auch nicht beantwortet. Einen Anwalt durfte ich auch nicht anrufen.Der Beamte Nr. 63954, der mein Attest beschlagnahmt hatte, kam in den Transporter, die zwei Beamtinnen gingen raus. Ich war mit ihm allein und flehte ihn an, dass ich unter Platzangst leide, ich erklärte ihm, dass ich seit dem Tod meines Kindes unter schlimmsten Alpträumen leide und mich Angstattacken befallen. Noch während ich redete, schloß er das kleine Schiebefenster in der Zellentür mit den Worten »Ich will jetzt nicht mehr mit ihnen reden«, so daß ich während der gesamten Fahrt in kompletter Dunkelheit ohne Frischluftzufuhr verharren mußte. Während der Fahrt übergab ich mich mehrmals, machte mir vor Angst in die Hosen und hatte Aussetzer meines Bewußtseins. Wie mir später mitgeteilt wurde, brachten sie mich zur »Gefangenen-Sammelstelle«.Ich wurde aus der Transporterzelle herausgeholt und von einer Beamtin gestützt in die Polizeidienststelle geführt. Sie forderte mich auf, mich in eine Ecke zu stellen. Ich bat sie um Wasser, sie gab mir keins, obwohl eine Flasche neben ihr auf dem Tisch stand. Stattdessen forderte sie mich auf, meine Hände, die eiskalt waren, aus den Taschen meines Mantels zu nehmen. Nach einer langen Zeit des In-der-Ecke-stehens wurde ich aufgefordert, mich in einem Durchgangsraum erneut in die Ecke zu stellen, meine Taschen zu leeren, meinen Mantel, Schal und meine Mütze abzugeben. Von einer 2. Beamtin wurde ich von oben bis unten abgetastet, auch im Intimbereich und aufgefordert, meine Schuhe auszuziehen. Von meinem Mantel wurden die Anstecker »Demokratie« und »Friedensengel« entfernt.Beide Beamtinnen übergaben mich anschließend an 2 weitere Beamte, die mich in eine Einzelzelle brachten. Dort musste ich eine lange Zeit ausharren, bis mich schließlich ein weiterer Beamter (57762) abholte. Er hatte den Auftrag, die erkennungsdienstliche Behandlung durchzuführen. Mir wurden von beiden Händen die Fingerabdrücke abgenommen, meine Größe und mein Gewicht wurden gemessen. Von meinem Gesicht wurden aus 5 Perspektiven Fotos gemacht, anschließend musste ich mich an die Wand stellen und ein Ganzkörperfoto wurde geschossen.Zwischendurch durfte ich Wasser trinken und auf die Toilette gehen. Klopapier war nicht vorhanden. Gegen 17 Uhr wurde ich entlassen.Ich beabsichtige wegen falscher Verdächtigung, Körperverletzung, Nötigung, Freiheitsberaubung, Zufügung von Schmerzen und psychischer Folter, polizeilicher Willkür eine Strafanzeige einzureichen. Für finanzielle Unterstützung anwaltlicher Kosten bin ich sehr dankbar. Ich werde den Vorgang öffentlich dokumentieren. Gerne teilen. Danke.Monica Felgendreher, IBAN xxxxxxx....
Mit demokratischen und solidarischen Grüßen, Demokratiebewegung. _____
So muss ich zu dem Schluss kommen, dass in neun Monaten etwas herangereift ist, wovon ich nicht sicher bin, dass es gut ist.



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