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Die Jugend von heute

  • Autorenbild: TZ
    TZ
  • 21. Jan. 2022
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. März


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08. Januar 2022


Die Generation, die in mir gleichzeitig Gefühle des Schauderns, des Unglaubens und des Mitgefühls hervorruft sind die "Zwanzigjährigen", die zumindest in Berlins Innenstadtbezirke zum ganz großen Teil eine anerzogene pseudosolidarische wohl ursprünglich "links" genannte Gesinnung zu treiben scheint. Kann es jedoch sein, dass die jungen Leute gar nicht recht zu wissen scheinen, was links ursprünglich bedeutet hat? Wikipedia schreibt schliesslich "... Die mitunter stark unterschiedlichen Strömungen der politischen Linken eint dabei, dass sie von einer Gleichheit der Menschen ausgehen ... und antikapitalistisch ausgerichtet sind."

Aha. Die Gleichheit der Menschen wird ja vom 2G- System nicht gerade so gefördert und antikapitalistisch ist es auch eher nicht, wenn durch die Lockdown- und Impfpolitik, die Superreichen nachweislich immer reicher werden und die Armen nachweislich immer ärmer. Wieso machen diese erwachsenen linksliberalen Kinder das also alles so willenlos mit?

Was Vater Staat von ihnen verlangt, wird getan, ohne zu hinterfragen, sogar teils streberhaft übererfüllt, so viele junge Menshen siehe ich auf der Strasse, die die Maske auch dort tragen, wo sie gar nicht vorgeschrieben ist. Es ist schliesslich absolut notwendig "solidarisch" zu sein, und das übersetzt sich eins zu eins mit "geimpft" sein, denn das ist hip und trended, dafür haben die social media feeds des "Astro Turfs" schon gesorgt. Und ausserdem kann dann wieder ganz solidarisch ins Kino und in den Club gegangen. Dachte man zumindest. Bevor das kleine miese Plus vor dem Zwei-Geh erschien. Die jungen Menschen aus den innenstädtischen Bildungshaushalten wollen also entweder gut und brav und mitfühlend sein, irgendwie leidenschaftlich Mitverantwortung übernehmen für die "vielen Toten und Kranken", die sie mit verbissenem Maskentragen und bedingungsloser Impfhingabe alle persönlich retten wollen - oder sie sind einfach Opportunisten, nicht besser als die Erwachsenen, die sich zum körperlichen Eingriff so oft erpressen lassen, weil sie keinen Stress aber möglichst viel Spass haben wollen.

Es ist mir ein Rätsel. Verstehen und sehen sie nicht, dass sie mit diesem naiv-blinden Gehorsam ihre eigene Zukunft, ihre eigene nachhaltige Freiheit und vielleicht sogar ihre eigene langfristige Gesundheit so gedankenlos aufs Spiel setzen? War es nicht immer die Jugend, die aufbegehrt hat gegen ein sich bildendes lebensfeindliches, totalitäres System? Etwas ist schiefgelaufen. Eine Generation ist sediert. Wenn man eh am liebsten auf sein Smartphone starrt ist es egal, ob der Basketballverein oder das Restaurant schliessen muss oder ob die Vorlesung eben nur online stattfindet. Ist ja auch viel bequemer so. Die Jungen fühlen sich so aufgeklärt, so wissend und weltgewandt, weil sie leichtfüssig im Internet von einem Insta-posts, einem Podcast und Faktenchecker zum nächsten hüpfen, fühlen sich bestens informiert und können wohl nicht im geringsten nachvollziehen, wie sehr und wie subtil sie gesteuert sind - alte, psychologische Kontrollmechanismen im neuen Gewand - ihnen wird Sünde, Scham, Angst vor Anderssein und Ausgrenzung ( Mobbing nennt man das heute wohl) digital injiziert durch gezielte, subtile Meinungssteuerung und Informationsunterdrückung im Internet.

Ein Großteil der Jugend, zu der mein Sohn gehört, actually just doesn't give a shit - sie wollen einfach nur irgendwie durch die Schule kommen, Musik hören und machen, feiern, flirten, Sex, Drugs and Rock'n'Roll eben, mit den Bro's and den Sisters abhängen, was man als 17-jähriger halt so im Kopf hat. Wenn das eben nur geimpft, mit QR- Code und Maske geht, auch egal. ist doch alles nicht so schlimm. Nach mir die Sintflut, oder die Unfruchtbarkeit oder der digitale Kontrollstaat.

So kommt es, dass aus 64 Abiturienten in Berlin Mitte wohl nur noch zwei junge Menschen im gen-technisch unbehandelten Zustand sind, einer davon ist meine Sohn,

der sich Gott sei dank der Entscheidung - Geimpft und Dabeisein oder Natürlichbleiben und Draussenbleiben - bisher nicht stellen musste, da er ja dank einer kaum merklichen Infektion im Herbst in den gesalbten Genesenenstatus aufgestiegen war.


Das ist die Gretchenfrage- ist es also alles so schlimm oder ist es nicht schlimm? Und ab wann würde es wirklich schlimm werden?

Die Weltwahrnemung ist so unterschiedlich wie nie zuvor. Manche leben im besten Deutschland, das es je gegeben hat, als Krisengewinner oder systemisch getragende Krisenaussitzer, in kuschligen Home-offices mit Amazon Prime und sie haben endlose Milde für die Fehler im System, unter denen sie nicht wirklich zu leiden brauchen.

Andere ächzen unter dem Druck und strukturellen Langzeitfolgen der lebensfeindlichen und geschäftsschädigenden "Maßnahmen", versuchen zäh ihre berufliche und finanzielle Existenz zu retten und irgendwie selbst unter unwürdigsten Bedingungen ihrem Beruf, ihrer Berufung weiter nach zu gehen- die Taxifahrer, Gastronnomen, die Veranstaltungsbranche, Künstler, Friseure, Yoga- und Kosmetikstudios, Bars und Clubbetreiber.

Die einen überleben gerade noch so in den Klauen einer unkontrollierbar wütenden, unberechenbaren Jahrhundertseuche, wo der Tod an jeder Ecke lauert und daher alle Mittel recht sind um den Krieg gegen den übermächtigen Feind, das Virus, zu gewinnen.

Die anderen leben in konstantem Unglauben und Empörung über die Ausmaße der Täuschung und wähnen sich im Vorhof von Diktatur und Völkermord.

Die Dritten merken gar nicht, dass was los ist ausser den neuen Accessoires QR-Code und Mundschutz, weil sie seelig mit sich selbst beschäftigt sind.

Und die Letzten, wie das fünfte Rad am Wagen, die Kinder, sind wie immer Spielball der Mächte und müssen aushalten und ausbaden, was wir hier verzapfen. Sie sind die wahren Opfer dieser ziemlich konstruierten pandemischen Lage.

" Eine im Dezember 2021 veröffentlichte Studie konnte zeigen, dass 62 Prozent der Mädchen und 38 Prozent der Jungen eine mittelgradige depressive Symptomatik aufwiesen. 18 Prozent litten unter wiederkehrenden suizidalen Gedanken."

Wie bitte? Im Schnitt 50% der Jugendlichen sollen inzwischen unter mittelschweren Depressionen leiden und 18% haben regelmässig Selbstmordgedanken? Es ist kaum vorstellbar aber offizielle Statistik. Es ist ein Verbrechen an der jungen Generation. Und sie ist selber ist Teil des Problems. Wenn sie nicht aufwacht, aufsteht - you gotta fight for your right to party zum Beispiel, um ihre eigene, freie, selbstbestimmte Zukunft einzufordern und zurück zuholen, dann wird ihre Elterngeneration, die 40-70 Jährigen, die bisher den grösstem Teil des "Widerstandes" aktiv gestaltet haben, es ohne sie nicht schaffen können.

Aber es gibt Lichtblicke - eine Gruppe junger Frauen hat nun eine Demoreihe in Berlin organisiert #friedlichzusammen, die grossen Zulauf hat. Und da die eine Organisatorin eine junge Berlinerin mit afrikanischen Wurzeln ist, lässt sich das rechte framing relativ schwer umsetzen. Ich bin gespannt, wie sich der Protest der jungen Generation entwickelt.






 
 
 

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