Die Macht der Bilder
- TZ

- 11. Dez. 2020
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Dez. 2020

10.Dezember 2020
Die Bilder aus Bergamo. Das bunte puschelige Coronavirus. Die überfüllten Krankenhäuser in New York. Der "Sturm auf den Reichstag". Die Menschen in den Intensivstationen, die um ihr Leben ringen. Das sind die Bilder, die sich zum Thema Corona eingeprägt haben in die kollektive Erinnerung. Und keins davon ist zufällig. Jedes ist bewusst gewählt. Da bin ich mir sicher. Andere Bilder wiederum werden bewusst nicht gewählt.
Die hunderttausend friedlichen Demonstranten der grossen Querdenken Demos. Die Polizeigewalt während denselben. Die Wasserwerfer vor dem Brandenburger Tor, die zehntausende, friedliche, viele alte Menschen innerhalb von 20 Min im kalten November komplett durchnässen und von der Straße sprayen. Die leeren und ganz normal belegten Krankenhäuser. Die Statistiken, die die Intensivbettenbelegung mit den Vorjahren vergleichen. Die Gesichter und Worte anderer Experten.
Ich vermisse so viele wichtige Bilder in den Leitmedien.
Dafür immer wieder Spahn, Söder, Drosten, Wieler, Lauterbach. Immer wieder der Klabautermann. Wieso zum Teufel hat dieser Mann soviel Screentime? Ich denke er spielt eine ganz wichtige Rolle, die des unkenden Hofnarrs, der das "framing" vorgibt, der immer als erster die neuen unerhörten Sachen sagen darf um sie einzuführen ins Narrativ, damit später die Untertanen nicht ganz so schockiert sind und schon darauf vorbereitet sind, wenn wiedermal die Zügel angezogen werden müssen. Er ist derjenige, der jetzt als erster sagen durfte - "ja die Impfung, man weiss ja nicht ob sie eine Infektion aufhält und ob sie überhaupt schützt, also die Maßnahmen müssen wohl erstmal bleiben."
Es ist auch interessant, dass der Experte Lauterbach a) gar kein wirklicher Epidemiologe ist, wie er immer genannt wird, sondern Gesundheitsökonomie in Harvard studierte und b) wohl von seiner Exfrau, einer sehr klar wirkenden tatsächlichen Epidemiologin, auch schon als psychopatisch eingestuft wurde. Sie muss es ja wissen. Von solchen Leuten also lassen wir uns beraten. Na Servus, würde man in Österreich sagen.
Zurück zu den Bildern.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, Bilder können auch trügen, je nachdem aus welchem Zusammenhang sie genommen wird, welcher Ausschnitt gewählt wird, wann im bewegten Bild, in Film oder "Dokumentation" rein- und rausgeschnitten wird.
Es werden auch Fehler gemacht, die die bewusste "Inszenierung der Wahrheit" ab und zu aufdecken.
Diese faux-pas sind harmlos, aber wenn bewusstes Weglassen und bewusstes Zulassen von Bildern inszensiert wird um ein vorgefertigtes Narrativ zu kreieren, um damit z.b. unbequeme und stark werdende Gruppen wie die Querdenken Bewegung und die Demonstationen in Berlin zu stigmatisieren, dann ist das kein Spass mehr, sondern bewusste und gezielte Propaganda, die Spaltung und Verleumdung produzieren soll. Mit Steuergeldern auch derjenigen, die dort willentlich denunziert werden.
Der Sturm auf den Reichstag am 29.8. war sicherlich eine False Flag-Aktion erster Güte. Es ist naiv zu denken, die Polizeipräsenz, die Hundertschaften hätten nicht im Vorfeld verhindern können, dass Demonstranten zur Reichstagstreppe gelangen. Und in dem Moment als es geschah, schauten die wenigen anwesenden Polizisten einfach seelnruhig zu. Liessen es geschehen ohne mit der Wimper zu zucken, ohne in eigentlich logischen Aktionismus zu kommen - hinterherlaufen, funken, zumindestens mal irritiert sein und die Helme aufsetzen, irgendeine Reaktion. Nichts. Es ist auf Video zu sehen. Sie wussten, dass es passiert. Es wurde geschehen gelassen, mehrere Minuten bis die Bilder im Kasten waren. Dann erst rückte die Hundertschaft von der anderen Strassenseite an, die alles zehn Minuten mitangeschaut hatte und begannen die eigentlich nur euphorisch feiernde Menge aggressiv anzugehen. So wurden die Gewaltbilder fürs Fernsehen erzeugt. Der eine der drei Polizisten, Karsten Bonack, der nun ein Bundeverdienstkreuz erhielt für die heldenhafte Verteidigung des Staatlichen Heiligtums vor dem wilden Mob, oder so, war übrigens 2017 zweimal als TV-Cop in der Scripted Reality Show auf RTL "Achtung Kontrolle" zu sehen. Kann natürlich Zufall sein.
Wurde eigentich je gezeigt, wie die ganze Situation eigentlich zustande kam? Hat jemand je die Minuten gesehen, die der Treppenerstürmung vorangingen? Dort rief Tamara Kirschbaum, die Agente provocateuse auf einer Veranstaltung, die nichts mit Querdenken zu tun hatte, wörtlich "wir legen jetzt diese Absperrungen auf den Boden und setzen uns friedlich auf die Treppe." Der Wortlaut klingt irgendwie gar nicht wie Sturm auf den Reichstag. Und da war eben niemand, kein einziger Polizist bei den kleinen Absperrungen. Es war wie eine Einladung. Also haben sie es halt gemacht. Übrigens gab es im Jahr 2008 nach Fukushima ebenso einen Treppensturm der Antiatomkraftdemonstranten. Damals bekam kein Polizist ein Bundesverdienstkreuz und es wurde nicht vom Sturm auf den Reichstag gesprochen.
Es war ein grosser Coup. Alle konnten diese ikonographischen Bilder bis zum Erbrechen senden und drucken, Empörung macht Quote, und damit das Framing ein für allemal fest in der gemeinen Volkspsyche zementieren: Querdenker gleich Reichsbürger gleich Nazis. Und man kam durch diese starken Bilder umhin andere starke Bilder nicht senden zu müssen, die Bilder von hunderttausenden bunten friedlichen "ganz normalen"Menschen, versammelt auf der Straße des 17. Juni, wo unter anderem Robert Kennedy junior eine Rede hielt und ganz zu Beginn Herr Ballweg klipp und klar die Veranstaltung mit den Worten eröffnete, dass links- und rechtsextremes Gedankengut auf der Demonstration nicht wilkommen ist. Aber er distanziert sich ja immer nicht genug. Sie haben einfach nie hingehört und wertfrei hingeschaut, haben nicht den ganzen lieben Menschen ins Gesicht geschaut. Sie haben lieber mit ihren Kameras die Nazi im Heuhaufen gesucht. Und sind fündig geworden. So wie der PCR-Test, wenn man etwas ganz kleines genügend hochkopiert, dann wird es zu einer sichtbaren Gefahr.
3 Monate später steht Querdenken unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes. Genauso wie die Grünen, die Linke und die AFD es mal waren. Sitzen Querdenker als auch irgendwann im Bundestag?



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