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Es findet keine Zensur statt.

  • Autorenbild: TZ
    TZ
  • 11. Dez. 2020
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Dez. 2020


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9. Dezember 2020


Artikel 5, GG

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. Niemand die Absicht eine Mauer zu errichten.


Meine Nachbarin, mit der ich mich per Email über die verschiedenen Wahrnehmungen und somit Glaubenssätze austauschte (und die mich indirekt Coronaleugnerin nannte) schrieb:

"Und noch ein Punkt, wo der Glaube offenbar stärker wirkt als die Fakten: Es gibt KEINE Zensur in Deutschland für die „Medien“. Das wissen wir nun wirklich selbst am besten, schließlich arbeitet mein Mann für einen öffentlich-rechtlichen Sender und lädt die kritischen Corona Stimmen auch ein. Auch der öffentliche Streit der Virologen zeigt ja, dass nicht zensiert wird. In Ländern mit Zensur werden kritische Stimmen gar nicht gesendet, gedruckt oder im Netz verbreitet, siehe China.


Daraufhin fragte ich sie, was für sie denn die "Medien" seien, nur die traditonellen Medien oder die modernen Sozialen Medien (und damit die alternativen, freien Medien) aus denen sich heute ein grosser Teil der Bevölkerung ihre Information bezieht. Ich denke es ist vermessen, das Internet, diese Internetmedien - Youtube, Facebook, Twitter etc. nicht als Massenmedien zu bezeichnen, zumal auch Präsidenten, Politiker, Unternehmen und Regierungen diese inzwischen verstärkt nutzen um mit dem Volk zu kommunizieren.

Das jahrhundertalte "One-way- communication"-Monopol der Radio-, Film- und Fernsehanstalten und der grossen Printpresse ist nun seit ca.10 Jahren aufgehoben. Eine ganz neue zunächst unregulierte also freie Kraft der Kommunikation hat sich entwickelt, Bisher herrschte Anarchie und Kakophonie, Pluralismus und Freiheit im Internet der Meinungen und Informationen. Die von staatlichen oder anderen mächtigen Interessensgruppen kolportieren Meinungen, und Nachrichten sind auch immer Meinungen, werden allein durch ihre repetitive Wucht und Ausdauer, oder aus Mangel an anderen Informationen generell als "wahr" angenommen. Die professionelle Inszenierung der Studios und fliegenden Logos verspricht die Seriösität und die massive Reichweite, durch jahrzehnte lang aufgebaute Strukturen, - der Fernseher im Haus, das Radio im Auto, die Tageszeitung zum Frühstück lässt den Medienkonsumenten meist unkritisch und unbewusst alles als "wahr" abspeichern was aus diesen Kanälen gesendet wird. Dies geschieht oft aus Gewohnheit und einem bequemen Vertrauenszustand, den wir ja alle erlernt haben. Ich kann mich sehr gut daran erinnern aus dem Gemeischaftskundeunterricht bei Herrn Fritz, - die Medien sind die "vierte Gewalt", die unanhängig und regulierend auf das Gebahren der ersten drei Gewalten (Parlament, Regierung, Gericht) einwirkt und sicher stellt, dass "die da oben keinen Blödsinn verzapfen". So habe ich es mir zumindest immer vorgestellt. In meinem Kurs "Media literacy" an der San Francisco State University in den 90er Jahren lernte ich dann schon, wie die Strukturen der amerikansichen Medienlandschaft geartet sind, dass in den Vorständen der nationalen Sender und Verlage haupsächlich Vorstände von Rüstungs-, Chemie, Pharma- und Tabakindustrie sassen. Das schockierte mich doch ein wenig damals. Unser kleiner unbequemer Studiengang mit solch erhellenden Fächern wurde übrigens drei Jahre nach meiner Graduation komplett geschlossen, aus finanziellen Gründen hiess es.

Das ganze Gedankenkonstrukt der unabhängingne Presse in Deutschland, gerät schon in seiner Logik ins Wanken, wenn man in Betracht zieht, dass die "öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten" sich ja zum allergrössten Maße durch eine Zwangssteuerabgabe der Bürger namens GEZ-Gebühr finanziert, diese treibt der Staat ein und verteilt sie und somit sind die struktuerellen Verstrickungen offensichtlich und auch die personellen werden immer dreist-offensichtlicher - wie kann man demnächst von der ARD auch nur ansatzweise (wieder) neutrale und wenn nötig auch konsequent regierungskritische "Berichterstattung" erhoffen, wenn seit September die neue ARD-Programmdirektorin die Frau des Baden-württembergischen Innenministers und die Tochter von Wolfgang Schäuble ist?

Bei einem Kunstwettbewerb darf man nicht teilnehmen, wenn man mit einem Jurymitglied verwandt ist.



Wenn man also diese oben beschriebenen Social Media Platformen Youtube, Facebook, Twitter und Co als unumstösslichen Teil der Medien ansieht, wo man "sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten" kann und darf, so wirkt der Glaube, dass es KEINE Zensur gibt, offensichtlich stärker als der Fakt. Wahrscheinlich ist es einfach Unwissenheit, denn wer keine (system)kritischen, alternativen Quellen lesen und anschauen will, der ist mit der unfassbaren Zensurwelle im Internet der letzten 6 Monate einfach noch nicht in Berührung gekommen.


Ich habe mal nachgeschaut- Allein aus meiner Youtube Liste der Videos, die ich gespeichert habe über die letzten Monate sind inzwischen 33 gelöscht. Von insgesamt 127. Ein Viertel aller Inhalte, die ich interessant und wichtig fand, die ich teilen wollte mit anderen oder einfach nochmal an- oder weiterschauen, einfach so- weg!

Darunter Videos von Kinderärzten, Neurologinnen, Kinderpsychologin, Biologen etc…

Selbst mehrere Interviews mit Prof. Bhakti sind gelöscht worden und mussten dann nach Klage dagegen wieder hoch geladen worden.

Alternative Kanäle wie Rubikon, Kai Stuht/Creative Caravan, KenFm, LondonReal etc. sind inzwischen komplett gelöscht worden, auch hier rief niemals jemand zu Gewalt, Rassismus oder ähnlichem auf, es wurden lediglich Experteneinschätzungen, Interviews und Kommentare zum Thema Corona und eventuell dahiner liegenden Zusammenhängen gesendet, die "nicht den Richtlinien der WHO entsprechen". Das allein ist genug Grund heutzutage, millionen Beiträge von Einzelpersonen zu löschen und zu versuchen, der breiten Öffentlichkeit den Zugang zu diesen Informationen zu entziehen - und im Zuge dessen die jahrelange unbequeme investigative journalistische Arbeit von grösseren Alternativen Medien Kanälen, auch zu komplett anderen Themen, ebenso bewusst zu zerstören. Eigentlich müsste die Regierung mit Berufung auf den Grundgesetz Artikel 5 die Platformbetreiber zur Rechenschaft für diese willkürliche Zensur ziehen, das Gegenteil ist der Fall- es werden Gesetze erlassen, die die Eindämmung alternativer Meinungen - einseitig und unbewiesenermaßen stigmatisiert als "fake news" vorantreiben und bestrebt sind, nur die "eine Wahrheit" auf die sich - wer auch immer - geeinigt hat, an die Öffentlichkeit zu lassen. Es findet eine nie dagwesene Säuberung des frei zugänglichen Internets von ungewollten Informationen statt, was wahr ist bestimmt die Weltgesundheitsorganisation oder das Ministerium für Wahrheit. und schon wieder drängen sich der Geschichtsunterrichtbegeisterten Vergleiche auf. Bücherverbrennung, entartete Kunst. Und wieder wehret den Anfängen. Ich kann nichts dafür. Es passiert einfach so.

ree

Die Chinesischen Verhältnisse sind näher als sich viele bewusst sind. Nur anders.

In den traditionellen Medien gibt es sicherlich keine klassische Zensur, dh. es wird sicher nicht allzu oft ein fertiger Text oder Beitrag zensiert also verboten, sondern die Zensur beginnt bereits im Kopf. Und bei der Karriere. Die professionelle Medienbranche ist ein Riesengeschäft. Allein die Rundfunkgebühren, die ARD, ZDF, die dritten Programme, Arte, 3sat etc. für ihre Produktionen, Studios und Personal ausgeben können beträgt jährlich etwas über acht Milliarden Euro. Dort arbeitet ein weithin homogener Menschenschlag von Journalisten und Machern, den man weitläufig unter systemkonforme linksliberale intellektuelle Akademiker einstufen könnte. Oder gibt es Punks, Anarchisten, Linksextreme, Rechte, Reichsbürger, Libertäre, Verschwörungstheoretiker, die beim Spiegel schreiben und ein Dokuformat im ZDF produzieren und senden dürfen? Man hat sich auf klare Weltanschauungen geeinigt innerhalb der "Leitmedien", das Wort sagt es ja schon, man will leiten, anleiten, Leitfäden für die Weltanschauung vermittlen - und es gibt natürlcih ganz klare Tabuthemen und Personae nongratae, sicher schon immer - soviel ist sicher, es kommt in der Coronakrise nur offensichtlicher für alle zum Vorschein.

Natürlich werden in den Leitmedien auch Kritiker gehört, doch mir schien es von Anfang an, dass es "Quotenkritiker" sind. Gecastet um die "andere Meinung" zu befrieden, zu beruhigen, schaut her, wir lassen doch kritische Stimmen zu. Auserwählte im Stück sind Henrik Streeck, ein wunderbar telegener Mensch mit massvoll kritischen Ansätzen. Er darf regelmässig auftreten und seine Rolle spielen. Er ist eine wichtige Stimme, zum Glück darf er reden - und er ist berechenbar. Gerade noch verträglich für das offizielle Narrativ. Genauso wie die anderen Kritiker, die zu Wort kommen dürfen. Ein Herr Püschel durfte mal und sicher viele andere, von denen ich nichts weiss. Im Gegensatz dazu müssen alten Hasen, wie Prof. Bakhti, Dr. Wodarg, Dr. Haditsch, Prof. Hockertz etc., die eine ganz eigene Erfahrung und Authorität ausstrahlen, kein Blatt mehr vor den Mund nehmen, weil ihre Karrieren schon erfolglreich beendet sind und sie allein völlig frei sprechen können. Warum in Gottes Namen, werden diese immer noch nicht gehört und eingeladen und interviewt im deutschen Fernsehen, in der deutschen Printpresse? Das Buch Corona-Fehlalarm war wochenlang Nr. 1 auf der Spiegel Bestsellerliste, 63.000 Menschen haben eine offizielle Petition unterschrieben, die eine offene und ausgewogene Diskussion mit den prominentesten Vertretern beider oder aller Lager im öffentlich-rechtlichen Rundfunk einfordern. Keine Reaktion. Es gibt eine zweite Petition, vielleicht klappt es diesmal.

Wenn man sich doch anscheinend so sicher ist, dass sie nur Unsinn erzählen, wie allgemein behauptet wird, warum gibt man ihnen nicht endlich eine Platform um sich dann selbst öffentlich lächerlich zu machen, damit wäre doch mit dem Mythos ein für allemal aufgeräumt?

Ich kann es nur als Angst deuten, dass der gesunde Menschenverstand von noch mehr Menschen sich in der ruhigen und sachlichen, dabei radikal anderen Einschätzungen der Lage dieser Experten wiederfinden würde. Dann wächst der Widerstand gegen die Regierungsmaßnahmen weiter und die Leitmedien verlieren das Vertrauen der Menschen noch mehr und damit ihr Geschäftsmodell.

Auch die vierte Gewalt wird zu Rechenschaft gezogen werden müssen, falls es sich irgendwann darstellt, dass die Auslegung der Pandemiesituation und die daraufhin entschiedenen Regierungsmaßnahmen mit all seinen unermesslichen Kollateralschäden eine im Endeffekt bewusste oder zumindest instrumentalisierte Fehleinschätzung war und sich die entsprechenden Organe als strikt beratungsresistent heraussgestellt hatten.

Aber vielleicht ist es ja auch alles so wie der Spiegel sagt und ich bin einfach eine beratungsresistente Covidiotin. Schade um all die interressanten Youtubekanäle und -videos. Zum Glück gibt es Alternativen. Alles fliesst. Youtube schafft sich so auf lange Sicht selber ab und es gibt immer mehr GEZ-Verweigerer.


"Freiheit ist auch die Freiheit des Andersdenkenden." Rosa Luxemburgs bekanntestes Zitat,

Auf der gleichen Seite notierte sie ebenso als Randbemerkung „Anarchie wird auch bei uns und überall unvermeidlich sein“. Was soll man davon halten.



Nachtrag: Jetzt auch Zensur inklusive bei ihrem Zweiten Deutschen Fernsehen:





 
 
 

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