Halbzeit Breakdown
- TZ

- 13. Dez. 2020
- 2 Min. Lesezeit

12. Dezember 2020
Heute geht es mir nicht gut.
Es sind zu viele gegensätzliche Information, zuviel kognitive Dissonanz.
Zuviel Unklarheit. Zuwenig Vision. Ich schaffe es seit Monaten nicht mehr recht mich auf meine Arbeit, meine bisherige Kunst zu konzentrieren, da ich keine klare Vorstellung mehr von der Zukunft in dieser Stadt und der Zukunft der Kultur in dieser Stadt habe. Und auch nicht von meiner zukünftigen Kunst. Meine schon vorher vorhandene Orientierungslosigkeit wird durch die kollektive Desorientierung vielfach verstärkt.
Kein Bereich des Lebens ist nicht irgendwie infiziert, beeinflusst, meist beschädigt von C.
Man soll an was anderes denken. Es sich schön machen. Es gelingt mir nur mässig. Ja, es sterben Menschen. 500 "Coronatote" pro Tag, die meisten nachwievor (sehr) alt.
Die Intensivstationen sind am Limit sagen sie. Wie immer im Dezember, sagen die anderen. Ich will am Meer leben. Ganz einfach. In der Natur sein. Schreiben. Raus aus der Stadt, keine Maskengesichter mehr anschauen müssen.
Zuviel Irrsinn, der hier veranstaltet wird.
Wahnsinn ist immer wieder das gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten.
Ab nächster Woche soll wieder "harter Lockdown" sein. Vor Weihnachten, an Weihnachten, bis Januar, und soweiter... Alle wissen, dass die Zahlen nicht runtergehen werden solange Grippesaison ist. Das Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels, die Gastronomie, die Kultur, die Reisebranche geschlachtet auf dem Altar des Gesundheitsdiktatur. Amazon und Netflix reiben sich die Hände. Die Novemberhilfen kommen vielleicht im Januar. Vielleicht sehen wir unsere Eltern und Freunde nächstes Jahr. Überleben wird befohlen. Leben wird verboten.
Das Private ist politisch, nur irgendwie war das ursprünglich glaube ich anders gemeint. Ich möchte nicht mehr in einem Land und in einer Zeit leben, wo man beim Apfelessen von Polizisten angesprochen wird.
Aber wo und wie möchte ich leben?



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