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Verschwörungstheoretiker im Bundestagsaussschuss

  • Autorenbild: TZ
    TZ
  • 10. Dez. 2020
  • 2 Min. Lesezeit

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7. Dezember 2020


Den sogenannten Covidioten und Verschwörungstheoretikern wird unter anderem vorgeworfen, sie seien Pandemieleugner - sie würden behaupten, es gäbe keine Pandemie. Was wenn nun aber genau diese Überlegungen von hochangesehenden "Experten" im Bundestagspetitionsauschuss vertreten werden?

Wäre das nicht eine Nachricht wert?

Ich verstehe nachwievor nicht, wie so viele Menschen soviele Informationen einfach nicht wahrhaben wollen, die beweisen oder die zumindest nahelegen, dass es "alles halb so schlimm" ist, - Das wären doch eigentlich gute Nachrichten? Oder haben wir uns schon so schön im Pandemiepaniknarrativ eingerichtet, dass es langsam unerört und kaum auszuhalten wäre, wenn wir zugeben müssten, dass wir uns getäuscht haben? Dass wir getäuscht wurden? Das wäre eine grosse Enttäuschung. Sich nicht mehr zu täuschen ist langfristig immer eine gute Entwicklung. Aber natürlich tut es höllisch weh, enttäuscht zu werden von der Authorität, der man vertraut hat, zu der man eine Beziehung aufgebaut hat- jeder Bürger steht in Beziehung zu seiner Regierung, zu seinen Ärzten und Wissenschaftlern - wir alle haben mehr oder weniger bewusst unser Wohlergehen in ihre Hände gelegt, wir "glauben" an ihr Wissen, ihre Fähigkeiten, ihr unvoreingenommenes Urteilsvermögen, das wir über unsere eigenen stellen und vertrauen ihnen- Es heisst nicht umsonst Vater Staat - er beschützt uns im besten Falle und wir sind ihm auch ausgeliefert, genauso wie unseren echten Eltern.

Das Kind vor der Pubertät liebt "bedingungslos" - Es will und kann nicht verstehen und akzeptieren, dass seine Eltern vielleicht nicht nur gute Absichten haben, dass sie bestenfalls es nicht besser wussten und konnten, schlimmstenfalls einfach keine guten liebevollen, sondern bösartige Menschen sind. Ein Kind bezieht alles auf sich und versucht alles noch so irrationale Verhalten der Eltern zu rechtfertigen oder sich selbst die Schuld zu geben für Bestrafungen und Ungerechtigkeitenm bis hin zu sexueller oder anderer körperlicher Gewalt.

Eine ähnliche psychologische Abhängigkeit und Verhaltensmuster gilt zwischen Volk und Staat, zwischen Staatsbürger und Staatsoberhaupt. Wir in Deutschland lebten nach den Ereignissen der 1930-40 Jahre, die direkt und epigenetisch tiefe Prägungen von Enttäuschung, Schuld und Scham in unserer Volksseele zur Folge hatte, im gewissen Maße berechtigtem Glauben, dass wir unseren jetzigen demokratisch gewählten "Staatsdienern", abgesehen von ein paar schwarzen Schafen, bedingungslos vertrauen können, dass sie immer im besten Sinne ihrer Schutzbefohlenen entscheiden und agieren, so wie liebevolle und umsichtige Eltern es tun. Dennoch, woher nehmen wir eigentlich diese naive Gewissheit? Die Geschichte lehrt uns gegenteiliges, Dinge verändern sich, wir beobachten andere Staaten mit Misstrauen und Abscheu, wo wir Entwicklungen hin zum Verlust der Rechtsstaatlichkeit und Totalitarismus beobachten. Warum schauen wir bei anderen so genau hin, aber nicht bei uns selber? Warum versuchen wir nach wie vor alle irrationalen Eingriffe in unser Leben durch die Coronamaßnahmen weitehin zu rechtfertigen vor uns selber - "ich finde es auch überzogen, aber..." Weil es verdammt wehtut, sich mit dem Gedanken anzufreunden, das unsere eigenenen Oberhäupter, unsere eigenen Authoritäten, unsere eigenen Volksvertreter, unsere eigene Presse vielleicht doch nicht so unkorrumpierbar, nicht so vernünftig und nicht so selbstlos und nicht so unbeeinflussbar sind, wie wir es uns erhofften. Die Möglichkeit besteht zumindest.

Im Umkehrschluss würde diese Ent-Täuschung bedeuten, dass wir unseren Authoritäten nicht mehr blind folgen könnten, dass wir also selber Verantwortung übernehmen müssten, vielleicht macht uns das am meisten Angst.






 
 
 

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