Zeit der Verständigung?
- TZ

- 2. Dez. 2020
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Aktualisiert: 6. Dez. 2020

2. Dezember 2020 Die Vorweihnachtszeit beginnt, die dunkelsten Wochen, bevor das Licht wieder stärker wird. Zeit der inneren Einkehr und auch der Verbindung und Verständigung. Ich habe das Bedürfnis meine Gedanken und meine Besorgnis zu teilen - einigen Freunden, meinen Nachbarn, meiner Familie, von denen ich mich so missverstanden und getrennt fühle, zu erklären, warum ich - genauso wie viele Hundertausende oder wahrscheinlich Millionen andere - "die Situation" so anders wahrnehme, anders fühle und handle. Warum ich demonstrieren gehen muss. Obwohl da ein paar Nazis und Reichsbürger sind, wer auch immer die sein mögen, und auch die AFD dazu aufruft. Warum ich es in Kauf nehme von Presse und Bekannten dafür beschimpft und verurteilt zu werden. Ich bin das Unverständnis, die Ablehnung, die Spaltung so leid. Wie kann man im gleichen Haus, im gleichen Land wohnen und die Welt so unterschiedlich wahrnehmen? Es ist ein Gefecht der Informationen und der Prioritäten. Ich frage mich, wenn wir alle exakt die selben Informationen hätten, würden wir immer noch so unterschiedlich denken?
Was kann ich tun für die Verständigung? Ich habe die Idee mit dem Covidventskalender. Zunächst denke ich, ich möchte so dringend Informationen teilen, die ich wichtig finde. Ich finde es gibt ein paar Studien, Reportagen, Videos, Statistiken, die doch jeder gesehen haben sollte und die man aber eben nicht so einfach am Zeitungsstand oder im Fernsehen findet. Doch so würde auch ich nur weiter beitragen zur endlosen fruchtlosen Schlacht um die "Wahrheit". Es gibt nicht die eine Wahrheit, soviel ist sicher. Willst du Recht haben oder Frieden? Auf welche "Authoritäten" hörst du? Vertraust du den Experten und wenn ja welchen? Wer entscheidet wann wer ein Experte ist? Ich bin Expertin meines Bauchgefühls. Darüber kann ich schreiben. Vielleicht hilft es weiter. Mir sicherlich. Euch vielleicht.



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